Konzerte

KONZERTE UND MUSIKALISCHE VERANSTALTUNGEN:

  • Sonntag, 26.11.2017 • 18:00 Uhr • St. Thomaskirche
    Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem, op. 45
  • Montag, 25.12.2017 • 11:00 Uhr • St. Thomaskirche
    Kantatengottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag

Zurückliegende Konzerte


Sonntag 26. November 2017, 18:00 Uhr, St.Thomaskirche

Konzert der Thomaskantorei zum Ewigkeitssonntag

Johannes BRAHMS
Ein deutsches Requiem op.45 nach Worten der Heiligen Schrift

Dimitri SCHOSTAKOWITSCH, Rudolf BARSCHAI
Kammersinfonie op.110 a (Arrangement des 8. Streichquartetts c-Moll op.110 „den Opfern des Faschismus und des Krieges gewidmet“ für Streichorchester)

Catalina Bertucci, Sopran
Georg Gädker, Bariton
Thomaskantorei Frankfurt am Main
Kammerphilharmonie Frankfurt am Main

Tobias Koriath, Leitung

Eintritt 20/15/10 €; Ermäßigung 5 € für Schüler, Studierende und Mitglieder des Freundeskreises „Musik an St. Thomas“
Kartenvorverkauf: ­Gemeindebüro, Tel. 069/57 28 40

Abendkasse ab 17:00 Uhr
Bitte reservierte – aber nicht bezahlte – Karten bis 17:30 Uhr abholen!
Später werden sie verkauft.

Verbindung:  U1/2/3/8 bis Heddernheim, Bus 60 bis Heddernheim Kirche

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Brahms und Schostakowitsch
Zwei Bekenntnis-Werke treffen in diesem Programm aufeinander: Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“ und Schostakowitschs 8. Streichquartett in Barschais Arrangement für Streichorchester. „Ein Deutsches Requiem“ (UA 1869) machte Johannes Brahms schlagartig in ganz Europa berühmt. In der Geschichte der Requiem-Vertonungen ist es ein Sonderfall; denn Brahms wählte nicht die Texte der römischen (=liturgischen) Totenmesse, sondern stellte deutsche Bibeltexte aus dem Alten und Neuen Testament zusammen: es geht um Totengedenken und um Trost der Trauernden, aber ohne direkte Beziehung zu Kirche. Im Zentrum steht weniger das Jüngste Gericht, sondern der Gedanke der Tröstung. – Brahms hätte das „deutsch“ im Titel gerne durch „Menschen“ ersetzt.

Die Aufführung der Thomaskantorei beruht auf einer Neufassung des Requiems, das der Berliner Kirchenmusiker Ingo Schulz 2010 erstellt hat: das Orchester – ursprünglich groß besetzt – wird hier reduziert und damit dem Volumen heutiger Instrumente und der Klang-Balance zum Chor angepasst: zu Brahms‘ Zeiten bestanden die Chöre aus rund 200 Sängern und Sängerinnen, die Instrumente dagegen klangen leiser. In der Partitur wurde in dieser Fassung allerdings keine Note geändert.

Zur Einstimmung erklingt Dmitri Schostakowitschs 8. Streichquartett in der Bearbeitung von Rudolf Barschai: eine Art musikalische Autobiografie Schostakowitschs mit seinen Initialen (D-Es-C-H) als Hauptmotiv. „…so eine Art Mischmasch“ nannte Schostakowitsch es, in dem er Themen eigener Werke verarbeitet, die für entscheidende – wahrlich nicht immer positive – Stationen seines tragischen Komponisten-Lebens stehen: das Trauermotiv aus dem Revolutionslied „Im Kerker zu Tode gemartert“, ein Motiv aus der Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, Themen aus Sinfonien und solche aus dem Klaviertrio und dem Cellokonzert. Der vierte Satz schließlich hat den Charakter eines Requiems und spielt auf den Trauermarsch aus Richard Wagners „Götterdämmerung“ an.

Cornelia Rost

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