Neue Frankfurter Bachstunden

NEUE FRANKFURTER BACHSTUNDEN IN ST. THOMAS

Der berühmte Bach-Interpret und Organist Helmut Walcha (1907 – 1991) rief die Frankfurter Bachstunden ins Leben. Die regelmäßige Pflege der Bachschen Musik ist einer der Grundgedanken der Frankfurter Bachstunden gewesen. Im Zentrum standen die großen Orgel- und Cembalowerke sowie die kammermusikalischen Werke Bachs. Kurze Werkeinführungen sollten dem Hörer bei der Begegnung mit der Musik behilflich sein und zu einem besseren Verständnis der Werke dienen.

Die Neuen Frankfurter Bachstunden werden bereits im 10. Zyklus an St. Thomas Frankfurt veranstaltet. Die Reihe stellt die Orgel- und Kammermusik von Johann Sebastian Bach thematisch gefasst vor und nimmt seine Musik in den Dialog mit musikalischen Entwicklungen der Gegenwart. Jede Bachstunde beginnt mit einer kurzen Werkeinführung. Initiator der Reihe ist Tobias Koriath.

Der Eintritt ist frei.

St. Thomaskirche, Heddernheimer Kirchstraße 2, 069-57 28 40

> Zurückliegende Bachstunden


Donnerstag, 02. November 2017, 19:30 Uhr

Praeludien & Fugen

von J. S. Bach und D. Schostakowitsch – Cornelia Neuwirth, ­Klavier

Achtung: im Gemeindehaus der St. Thomasgemeinde!

„Bach ist Anfang und Ende“, heißt es. Er ist das A und O für die meisten Komponisten. Auch für Dmitri Schostakowitsch, der – wie Bach – 24 Präludien und Fugen geschrieben hat und sich damit ganz eindeutig auf den berühmten Thomaskantor bezieht.

Die Frankfurter Musikpädagogin und Konzertpianistin Cornelia Neuwirth wird eine Auswahl aus Bachs „Wohltemperierten ­Klavier“ und Schostakowitschs 24 Praeludien und Fugen interpretieren.


Donnerstag, 16. November 2017, 19:30 Uhr

Persönliches Requiem

Musik von J.S. Bach und D. Schostakowitsch: 8. Streichquartett – Stimmführer der Kammerphilharmonie Frankfurt

Als „Vorkonzert“ zum großen Konzert der Thomaskantorei am Ewigkeitssonntag 2017 spielen die Stimmführer der Kammerphilharmonie Frankfurt das Streichquartett Nr. 8 von D. Schostakowitsch. Es gehört zu den meist gespielten Streichquartetten überhaupt.

Dass es sich beim 8. Streichquartett um ein höchst persönliches Vermächtnis handelt, macht Schostakowitsch deutlich, indem er aus eigenen Werken zitiert und neben dem berühmten B-A-C-H-Motiv auch immer wieder als Motiv die Anfangsbuchstaben seines Vor- und Nachnamens, D-Es-C-H., verarbeitet.

Der Leiter des Moskauer Kammerorchesters Rudolf Barschai schuf mit Genehmigung des Komponisten die Kammersinfonie op. 110a. Sie ist eine Bearbeitung des 8. Streichquartettes und wird im Konzert der Thomaskantorei am Ewigkeitssonntag 2017 vor dem Brahms-Requiem erklingen.


Donnerstag, 30. November 2017, 19:30 Uhr

konservativ – revolutionär

Musik von Bach und Brahms – Tobias Koriath, Orgel

Brahms hat nur wenige Orgelwerke komponiert, jedoch sind darunter sehr wertvolle und interessante Stücke zu finden.

„Ars moriendi, wie sie seit Bach nicht wieder geschrieben wurde“ schreibt Brahms im Zusammenhang mit der Komposition seiner Choralvorspiele an seinen Biographen Kalbeck. Am Ende seines Lebens, tief getroffen vom Tod Clara Schumanns und schon gezeichnet von der eigenen schweren Krankheit, wendet er sich hier nach vielen Jahren wieder der Orgel zu, ein großes letztes Zeugnis der Auseinandersetzung mit religiösen Themen und eine Hommage an Johann Sebastian Bach.


Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19:30 Uhr

„… das Herz in Bewegung setzen.“

Musik von J.S. Bach, Telemann, Pepusch, Marais u. a. – Ensemble La Tirata; Daja Leevke Hinrichs, ­Traversflöte; Renate Mundi, Viola da Gamba;
Yoshio Takayanagi, Lauten