Neue Frankfurter Bachstunden

NEUE FRANKFURTER BACHSTUNDEN IN ST. THOMAS

Der berühmte Bach-Interpret und Organist Helmut Walcha (1907 – 1991) rief die Frankfurter Bachstunden ins Leben. Die regelmäßige Pflege der Bachschen Musik ist einer der Grundgedanken der Frankfurter Bachstunden gewesen. Im Zentrum standen die großen Orgel- und Cembalowerke sowie die kammermusikalischen Werke Bachs. Kurze Werkeinführungen sollten dem Hörer bei der Begegnung mit der Musik behilflich sein und zu einem besseren Verständnis der Werke dienen.

Die Neuen Frankfurter Bachstunden werden bereits im 7. Zyklus an St. Thomas Frankfurt veranstaltet. Die Reihe stellt die Orgel- und Kammermusik von Johann Sebastian Bach thematisch gefasst vor und nimmt seine Musik in den Dialog mit musikalischen Entwicklungen der Gegenwart. Jede Bachstunde beginnt mit einer kurzen Werkeinführung. Initiator der Reihe ist Tobias Koriath.

Der Eintritt ist frei.

St. Thomaskirche, Heddernheimer Kirchstraße 2, 069-57 28 40

> Zurückliegende Bachstunden


Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19:30 Uhr 

Chanukka trifft Weihnachten

Musik aus Judentum und Christentum im Dialog

Nikola David, Kantor der liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom, ­München
Bettina Strübel, evangelische ­Kantorin, Frankfurt

Weihnachten und Chanukka verbindet die Freude über das Licht in dunkler Jahreszeit. Beide Feste beginnen an einem 25., dem 25. Dezember bzw. dem 25. Tag des jüdischen Monats Kislew, der in diesem Jahr auch auf den 25. Dezember fällt. Auch gibt es bei allen Unterschieden weitere Gemeinsamkeiten: Kerzen bringen Licht in die dunkle Jahreszeit; was den Christen der Adventskranz, ist den Juden der Chanukka-Leuchter mit seinen neun Lichtern. Das jüdische Lichterfest geht zurück auf die Einweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor Christus. Der Tempelleuchter brannte damals acht Tage, obwohl das verbliebene Öl nur für einen Tag gereicht hätte.
Auch musikalisch gibt es vielfältige Brücken zwischen Chanukka und Weihnachten, beispielsweise durch gemeinsame Melodien populärer Lieder in beiden Religionen. So treffen im Konzertprogramm beide Feste mit ihren Riten und ihrer Musik aufeinander. Das Konzert wird mit dem berühmtesten Weihnachtslied aller Zeiten, komponiert von einem jüdischen Kantorensohn, ausklingen.


Donnerstag, 12. Januar 2017, 19:30 Uhr

Junge Talente

Preisträger „Jugend musiziert“ gestalten eine Bachstunde

Cord Koss, Violine
Karl Werner, Violoncello
Lukas Katter, Orgel

Junge Talente eröffnen den Bachstunden-Zyklus 2017. Die drei Musiker präsentieren unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach sowie Kompositionen, die sie mit großem Erfolg bei „Jugend musiziert“ gespielt haben.
Sowohl auf Landes- und Bundesebene erspielten sie sich die ersten Plätze.


Donnerstag, 26. Januar 2017, 19:30 Uhr

Mit Musik Brücken bauen

Bach trifft auf klassische persische Musik

Ensemble Hope (Projekt Bridges – Musik verbindet)
Tobias Koriath, Orgel

Das afghanisch-iranisch-deutsche Ensemble Hope stellt klassische persische Musik der Musik von Bach – gespielt auf Flöte und Orgel – gegenüber. Daneben wird das Ensemble Werke von Bach neu interpretieren und dabei persische Einflüsse von ­Robab, Tar und Tabla einbringen. Gemeinsam mit Organist Tobias ­Koriath wird das Ensemble Hope über Themen von Bach improvisieren und eine Verbindung zwischen westlicher und orientalischer Musik herstellen.
Das Ensemble Hope geht aus dem Projekt „Bridges – Musik verbindet“ hervor. Bei „Bridges – Musik verbindet“ wirken
70 Musiker aus neun verschiedenen Ländern mit, von denen ca. die Hälfte aus ihrer Heimat fliehen musste.


Donnerstag, 9. Februar 2017, 19:30 Uhr

Barock á tre

Werke von Bach, Händel, Telemann und Corelli

Irene Mennen-Berg, Blockflöte
Hans-Joachim Berg, Barockvioline
Frank Holzapfel, Cembalo

Eine besondere musikalische Gattung der Barockzeit ist die Triosonate, welche in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aufkam. Obwohl sie in der Besetzung wesentlich freier war als das spätere Streichquartett, schien sie doch eine ähnliche Funktion zu erfüllen: als kompositorischer Fähigkeitsbeweis im strengen Stil. Es ist sehr auffällig, dass viele Komponisten, überwiegend italienische, Triosonatensammlungen sehr früh in ihrer Karriere veröffentlichten: Legrenzi, Corelli, Albinoni, Vivaldi, Caldara und viele mehr. Die Triosonate blieb bis in CPE Bachs Zeiten aktuell. Die Werke Händels, Bachs und Corellis aus dieser Gattung sind weithin bekannt. Einen schier unerschöpflichen Fundus dafür stellt auch Telemanns Kammermusik dar.


Donnerstag, 23. Februar 2017, 19:30 Uhr

Fantastereien – quer durch die Jahrhunderte

Werke von Buxtehude, Bach, Liszt u. a.

Tobias Koriath, Orgel

Die „Fantasie“ ist ein Stück, das keine feste Form aufweist, anders als z.B. die klassische Sonate. Durch die Jahrhunderte begegnen wir dieser freien Form besonders in der Musik für Tasteninstrumente. Vor allem die „Choralfantasie“ ist bei Komponisten des Barock beliebt. Johann Sebastian Bach ist sicherlich der bekannteste Vertreter dieser Form aus der Barockzeit.