Neue Frankfurter Bachstunden

NEUE FRANKFURTER BACHSTUNDEN IN ST. THOMAS

Die Neuen Frankfurter Bachstunden finden seit 2018 im ­monatlichen Rhythmus statt. An jedem 19. eines Monats um 19:30 Uhr präsentiert die Konzertreihe in der St.Thomaskirche Musik von Johann Sebastian Bach in vielfältigen unterschiedlichen Besetzungen sowie spannende Kompositionen unterschiedlicher Epochen, die in Bezug oder auch im ­Kontrast zu den Werken des Barockmeisters stehen.

Die Reihe stellt die Orgel- und Kammermusik von Johann ­Sebastian Bach thematisch gefasst vor und nimmt seine ­Musik in den Dialog mit musikalischen Entwicklungen der Gegenwart. Jede Bachstunde beginnt mit einer kurzen Werk­einführung. Initiator der Reihe ist Kantor ­Tobias Koriath.

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Donnerstag, 19. Dezember 2019, 19:30 Uhr

Per il Flauto – Quartette und Trios aus dem deutschen Barock

Das Ensemble Le Son Doux musiziert auf Block- und Traversflöten, ergänzt durch ein Cembalo – Instrumente mit meist eher zarten Klängen, obwohl sie auch anders können, wenn es sein muss. Diese Vielseitigkeit auszuloten reizte die vier Spielerinnen und Spieler des Ensembles, die sich ursprünglich nur für ein Projekt beim Bielefelder Festival „Nacht der Blockflöte“ fanden, danach aber schnell beschlossen, kontinuierlich weiter miteinander zu arbeiten. Sie beschäftigen sich insbesondere mit Originalmusik aus dem 17. Jahrhundert. Zur Aufführung in der Bachstunde am 19.12.2019 kommen Quartette und Trios der deutschen Komponisten J. S. Bach, Fasch, Heinichen und Telemann.

Ensemble Le Son Doux; Dorothee Mausberg, Anita Stenzel und Monika Stommel,
Block- und Traversflöten; Frank Holzapfel, Cembalo

Eintritt frei, Kollekte erbeten


 Sonntag, 19. Januar 2020, 19:30 Uhr

„Tschüss Thomasorgel!“
Abschied von der alten Thomasorgel mit Orgelmusik von Bach, Brahms, Franck und Mendelssohn

Endlich ist es soweit! Die alte Thomasorgel wird ab Februar 2019 abgebaut, vollständig zerlegt und gereinigt, um sich in 15 Monaten Bauzeit mit 532 zusätzlichen neuen Pfeifen, einem neuen Spieltisch und neuester Steuerungstechnik zur NEUEN Thomasorgel mit neuen, frischen Tönen zu wandeln.

Während der Bauzeit müssen Teile der Orgel im Kirchenraum gelagert werden, der Raum wird in einigen Bereichen abgesperrt. Trotzdem werden die Neuen Frankfurter Bachstunden und weitere große Konzerte stattfinden.

Für die Begleitung des Gemeindegesangs wird die Bauzeit mit den weiteren Instrumenten der Gemeinde, Truhenorgel, elektrisches Klavier, Cembalo oder Konzertflügel, überbrückt.

Weitere aktuelle Informationen finden Sie auf der Hompage www.thomasorgel.info.

In der letzten Bachstunde vor dem Abbau am 19. Januar 2019 sind neben Praeludium und Fuge in a-Moll aus Bachs Weimarer Zeit „letzte Werke“ anderer Komponisten zu hören:

Darunter die letzte, die 6. Orgelsonate (Vater-Unser-Sonate) von F. Mendelssohn Bartholdy und der Choral Nr. 3 von C. Franck, aus seinen letzten Kompositionen für Orgel „Trois Chorals“.

Mit dem sagenumwobenen Choral „Vor Deinen Thron tret ich hiermit“ hat sich Johann Sebastian Bach noch in den letzten Tagen seines Lebens befasst. Sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach stellte ihn Bachs Gipfelwerk „Kunst der Fuge“ als gleichwertig an die Seite.

Tobias Koriath, Orgel

Eintritt frei, Kollekte erbeten


Mittwoch, 19. Februar 2020, 19:30 Uhr

Cello und Orgel – Werke von Bach und anderen

Das Programm der Neuen Frankfurter Bachstunde im Februar 2020 zeichnet die Entwicklung des Cellos vom zunächst reinen Bass- (oder „Begleit“-) hin zum Soloinstrument vom ausgehenden 16. bis ins 18. Jahrhundert nach.

Zu hören sind Werke von Diego Ortiz und Domenico Gabrielli, die formal noch recht schlicht und kompakt gehalten sind, und dann kunstvollere, deutlich virtuosere Sonaten von Georg Philipp Telemann und Francesco Geminiani. Von Johann Sebastian Bach ist die Suite Nr. 1 in G-Dur dabei: als reine Solowerke setzen Bachs Cello-Suiten bis heute Maßstäbe in der Celloliteratur.

Petra Köhs, Violoncello; Andreas Köhs, Truhenorgel

Eintritt frei, Kollekte erbeten