Bachstunden in der Vergangenheit


Mittwoch, 19. Dezember 2018, 19:30 Uhr

Ein besinnlicher Adventsabend mit Klaviermusik und Texten zum Advent

Rozana Weidmann, Klavier; Aribert Weidmann, Lesung

Bearbeitungen vom Bach-Verehrer Ferruccio Busoni und Auszüge aus der „Nussknacker-Suite“ von Peter Tschaikowski wechseln sich ab mit Texten über Weihnachtsbräuche von „Adventskranz“ über „Nussknacker“ bis „Wunschzettel“.

Die in Indonesien geborene Rozana Weidmann studierte in Frankfurt bei Irina Edelstein, sowie Historische Interpretationspraxis für Cembalo und Hammerflügel. Eine rege Tätigkeit zeigt sie als Lied und Instrumentalbegleiterin und als Continuo-Spielerin bei Chor und Orchesterkonzerten, Klavierpädagogin, Jurorin. Sie arbeitet als Klavierlehrerin an der Musikschule Langen, u. a. mit dem Schwerpunkt Musiker-Gesundheit. Im Duo mit ihrem Mann Aribert Weidmann gestaltet sie regelmäßig Programme mit Lesungen.


 

Montag, 19. November 2018, 19:30 Uhr

Posaunenquartett Opus 4

Bach bis Gershwin
Posaunisten des Gewandhausorchesters

Das seit langem bundesweit und international renommierte Leipziger Posaunenquartett OPUS 4 gastiert unter dem Motto „Von Bach bis Gershwin“ in der St.Thomaskirche.

Das Posaunenquartett OPUS 4 mit Posaunisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig wurde 1994 gegründet.

Das umfangreiche Repertoire des Ensembles umfasst Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten. Neben originalen Kompositionen aus Renaissance und Barock stehen auch bearbeitete Werke sowie immer wieder Ur- und Erstaufführungen von Kompositionen, die speziell für dieses Ensemble geschrieben wurden, auf dem Programm.


Freitag, 19. Oktober 2018, 19:30 Uhr

Chaconne ● Passacaglia

J. S. Bach: Chaconne in d-Moll für Violine solo, BWV 1004
Passacaglia c-Moll für Orgel, BWV 582

Cord Koss, Violine
Tobias Koriath, Orgel

Chaconne und Passacaglia gehörten zu den beliebtesten Kompositionsformen des Barockzeitalters.

Der junge Geiger Cord Koss wird Bachs Chaconne, die heute eines der berühmtesten Werke der Violinliteratur ist, interpretieren. Das anspruchsvolle Werk ist Pflichtstück bei den meisten großen Wettbewerben und begleitet den Musikstudenten auf seinem Weg zur reifen Künstlerpersönlichkeit.

Kantor Tobias Koriath spielt die Passacaglia in c-Moll, eines der bedeutendsten Orgelwerke von Johann Sebastian Bach.


Mittwoch, 19. September 2018, 19:30 Uhr

Neue Frankfurter Bachstunde mit der Thomaskantorei

Die Thomaskantorei singt Teile aus dem Programm der Orgelmeile Frankfurt 2018

ICH LASSE DICH NICHT LOS
J. S. Bach 1685 – 1750,
Motette „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ BWV Anh. 159
Felix Mendelssohn-Bartholdy, 1809 – 1847,
Motette „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“, op. 23,1
Motette „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ Knut Nystedt 1915 – 2014
Gloria aus der Missa brevis op. 102

Die Thomaskantorei Frankfurt am Main singt Motetten des großen Bach-Verehrers Felix Mendelssohn Bartholdy. Mendelssohn komponierte u. a. während seines Aufenthaltes in Rom die Motette „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ nach dem Kirchenlied von Martin Luther. Er war von Luthers Texten tief bewegt. Fünf Kirchenwerke zu Luther-Texten sind in dieser Zeit entstanden.

Außerdem ist die Motette „Ich lasse dich nicht“ zu hören, die Johann Sebastian Bach in jungen Jahren komponiert hat. Lange gab es Zweifel, ob er selbst oder ein anderes Mitglied der Bach-Familie der Komponist gewesen ist. Inzwischen ist wohl davon auszugehen, dass Johann Sebastian dieses Stück nach dem Wort aus der Jakobs-Geschichte im Alten Testament (Gen. 32,27) im Jahr 1712 am Hof von Weimar geschrieben hat.

Kantor Tobias Koriath ergänzt das Programm an der Thomasorgel mit Werken von Bach und Mendelssohn.


Sonntag, 19. August 2018, 19:30 Uhr

Bach und Musik des Neoklassizismus

Musik von J. S. Bach, Ernst Pepping, Hugo Distler und Flor Peeters

Stefan Viegelahn spielt Orgelwerke von Johann Sebastian Bach im Kontext von Musik des Neoklassizismus, eine Richtung der 1920er Jahre, die sich durch das Streben nach Klarheit und Einfachheit der musikalischen Sprache auszeichnet, und die sich dabei an Kompositionen des 18. Jahrhunderts orientiert. Aus dieser Epoche erklingen Werke des belgischen Komponisten Flor Peeters, von Ernst Pepping und Hugo Distler (Orgelsonate op. 18 Nr. 2) sowie von Johann Sebastian Bach (u. a. Triosonate e-Moll und Präludium und Fuge a-Moll).

Nicht nur die Gegenüberstellung von „original“ und „neo“ dürften dabei spannend werden, sondern auch die Improvisationen in den beiden Stilen, mit denen der Organist das Programm abrundet. Stefan Viegelahn ist seit 2016 Professor für Kirchenmusik mit Schwerpunkt Orgelimprovisation an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt.


 Donnerstag, 19. Juli 2018, 19:30 Uhr

Très vitement

Orgelwerke von J. S. Bach, A. Guilmant und G. Litaize

Tobias Koriath, Orgel

Obwohl Bach niemals in Frankreich war, lernte er unter anderem bei dem berühmten Lüneburger Orgelvirtuosen Georg Böhm (ein Spezialist für die französische Orgel- und Verzierungskunst) die französische Orgelmusik kennen. Kantor Tobias Koriath wird einige Orgelwerke Bachs mit „französischem Charakter“ vorstellen. Als Kontrast erklingen Werke aus der französischen Orgelmusik der Romantik und Moderne.


Dienstag, 19. Juni 2018, 19:30 Uhr

Wilhelmi-Trio: Von Bach bis Broadway

Johannes Wilhelmi, Bariton; Martin Wilhelmi, Posaune; Hermann Wilhelmi, Orgel

Das Konzert spannt den Bogen über heitere bis virtuose Musik von Johann Sebastian Bach über ernste und klangschöne Romantik bis zum Broadway-Musical und der zeitgemäßen Jazz-Orgel von Johannes Matthias Michel. Das Wilhelmi-Trio wechselt dabei von solistischen Werken für Orgel, Bariton und Posaune auch zur selten gehörten, edlen Kombination von Gesang, Posaune und Orgel.


Samstag, 19. Mai 2018, 19:30 Uhr

Kirche, Synagoge und Moschee

Über Grenzen hinweg – Weltreligionen im musikalischen Trialog

Irith Gabriely Klarinette; Hans-Joachim Dumeier Orgel; Abuseyf Kinik Percussion

Grenzen und Barrieren überwinden, so lautet der Leit­gedanke der Neuen Frankfurter Bachstunde im Mai 2018. Irith Gabriely mit ihrer Klarinette präsentiert zusammen mit dem Organisten Hans-Joachim Dumeier und dem aus Anatolien stammenden Abuseyf Kinik ein Musikprojekt, welches das übliche Schema einer Programmgestaltung sprengt: Sie spannen den musikalischen Bogen von Klassik, über Werke jüdischer Komponisten und Klezmermusik zu orientalischen Klängen, wodurch auf diese Weise ein musika­lischer Trialog der drei großen Welt­religionen Christentum, ­Judentum und Islam zustande kommt.


Donnerstag, 19. April 2018, 19:30 Uhr

Barocke Trios und Duos – Barock a tre II

Irene Mennen Blockflöte; Frank Holzapfel Cembalo; Hans-Joachim Berg, Barockvioline

Es geht weiter: Irene Mennen-Berg, Hans-Joachim Berg und Frank Holzapfel setzen ihre im letzten Jahr begonnene Entdeckungs­reise auf dem Gebiet der barocken Triosonaten fort und laden „zur Mitfahrt“ ein. Am Donnerstag, 19. April um 19:30 Uhr beginnt in der St. Thomaskirche der zweite Teil der Expedition mit Musik aus Deutschland und Italien. Im Gepäck diesmal eine weitere für ihre Besetzung Blockflöte, Barockvioline und Cembalo arrangierte Orgeltriosonate von J. S. Bach und Werke aus seinem Umfeld: Ein Concerto a tre von Antonio Vivaldi, eine Ouvertüre von Georg Philipp Telemann, abgerundet durch eine Flötensonate von Arcangelo Corelli sowie eine Violinsonate von Giuseppe Tartini. Der Auftritt der drei Musiker verspricht interessante Wiederentdeckungen vermeintlich bekannter Werke, gepaart mit stilsicherem Spielwitz, resultierend aus jahrelanger Freundschaft und Zusammenarbeit.


Montag, 19. März 2018, 19:30 Uhr

Orgelmusik zur Passion von Bach und Liszt

Tobias Koriath Orgel

Die Thomaskantorei wird am Karfreitag 2018 Franz Liszts „VIA CRUCIS“ in einer Instrumentierung von Christian Stähr in der St.Thomaskirche musizieren. Liszt sah in der Originalkomposition nur die Orgel als Begleitinstrument für den Chor vor. Die Hälfte der 14 Kreuzwegstationen sind vorwiegend Orgelstücke, musikalisch höchst interessant in Bezug auf die Harmonik.

Kantor Tobias Koriath wird einige Stationen aus Liszts „VIA CRUCIS“ in Kombination mit Passionschorälen aus Bachs Orgelbüchlein interpretieren.


Montag, 19. Februar 2018

Dramma per organo

Werke von Bruhns, Buxtehude und Bach – Tobias Koriath, Orgel

Zu hören sind Werke der norddeutschen Orgelschule sowie Werke von Johann Sebastian Bach, die von dieser Schule stark beeinflusst worden sind.

Im Oktober 1705 erhielt Bach vom Konsistorium Arnstadt vier Wochen Urlaub und lernte den großen Meister der Norddeutschen Schule Dieterich Buxtehude kennen. Bachs frühes Orgelwerk erhielt durch diese Bekanntschaft entscheidende Impulse.

Das große e-Moll Praeludium von Nicolaus Bruhns befand sich auch in einer bedeutenden Sammlung, die Bachs älterer Bruder Johann Christoph Bach angelegt hatte. Dieses Werk ist eines der bekanntesten Stücke des norddeutschen Orgelrepertoires um 1700, ein “dramma per organo“ nannte es einer der Zeitgenossen.


Freitag, 19. Januar 2018, 19:30 Uhr

„Salute to Bach – Bach and More“

Eine Empfehlung für Klassik- wie für Jazzfreunde – Jazz-Trio Kordes-Tetzlaff-Godejohan: Olaf Kordes, Piano; Wolfgang Tetzlaff, Kontrabass; Karl Godejohann, Schlagzeug

Bach „groovt“, und sein Werk hat seit jeher Musiker aller Stile und Epochen zur Bearbeitung angeregt. Mit „Salute to Bach“ stellt das Jazz-Trio Kordes-Tetzlaff-Godejohann – neben eigenen Arrangements – auch Bearbeitungen von Oscar Peterson und Jacques Loussier vor.

Anhand der gleichermaßen virtuosen wie berührenden Adaptionen des Trios wird deutlich, was Jazzmusiker an Barockmusik, vornehmlich Bach, reizt: die Variationstechniken der Alten setzen sich fort in den Improvisationstechniken des Jazz. Die improvisatorischen Freiheiten beider Epochen sind eingebunden in strikte Ordnungen.

„Furios, hochkarätig, kurzweilig“, so die Presse. „Perfekt abgestimmtes und sensibel agierendes Triospiel, enorme Klangfülle, faszinierendes Spiel auf dem Flügel“, urteilt das renommierte „Jazzpodium“.

www.ktg-trio.de


Donnerstag, 30. November 2017, 19:30 Uhr

konservativ – revolutionär

Musik von Bach und Brahms – Tobias Koriath, Orgel

Brahms hat nur wenige Orgelwerke komponiert, jedoch sind darunter sehr wertvolle und interessante Stücke zu finden.

„Ars moriendi, wie sie seit Bach nicht wieder geschrieben wurde“ schreibt Brahms im Zusammenhang mit der Komposition seiner Choralvorspiele an seinen Biographen Kalbeck. Am Ende seines Lebens, tief getroffen vom Tod Clara Schumanns und schon gezeichnet von der eigenen schweren Krankheit, wendet er sich hier nach vielen Jahren wieder der Orgel zu, ein großes letztes Zeugnis der Auseinandersetzung mit religiösen Themen und eine Hommage an Johann Sebastian Bach.


Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19:30 Uhr

„… das Herz in Bewegung setzen.“

Musik von J.S. Bach, Telemann, Pepusch, Marais u. a. – Ensemble La Tirata; Daja Leevke Hinrichs, ­Traversflöte; Renate Mundi, Viola da Gamba;
Yoshio Takayanagi, Lauten


Donnerstag, 16. November 2017, 19:30 Uhr

Persönliches Requiem

Musik von J.S. Bach und D. Schostakowitsch: 8. Streichquartett – Stimmführer der Kammerphilharmonie Frankfurt

Als „Vorkonzert“ zum großen Konzert der Thomaskantorei am Ewigkeitssonntag 2017 spielen die Stimmführer der Kammerphilharmonie Frankfurt das Streichquartett Nr. 8 von D. Schostakowitsch. Es gehört zu den meist gespielten Streichquartetten überhaupt.

Dass es sich beim 8. Streichquartett um ein höchst persönliches Vermächtnis handelt, macht Schostakowitsch deutlich, indem er aus eigenen Werken zitiert und neben dem berühmten B-A-C-H-Motiv auch immer wieder als Motiv die Anfangsbuchstaben seines Vor- und Nachnamens, D-Es-C-H., verarbeitet.

Der Leiter des Moskauer Kammerorchesters Rudolf Barschai schuf mit Genehmigung des Komponisten die Kammersinfonie op. 110a. Sie ist eine Bearbeitung des 8. Streichquartettes und wird im Konzert der Thomaskantorei am Ewigkeitssonntag 2017 vor dem Brahms-Requiem erklingen.


Donnerstag, 02. November 2017, 19:30 Uhr

Praeludien & Fugen

von J. S. Bach und D. Schostakowitsch – Cornelia Neuwirth, ­Klavier

Achtung: im Gemeindehaus der St. Thomasgemeinde!

„Bach ist Anfang und Ende“, heißt es. Er ist das A und O für die meisten Komponisten. Auch für Dmitri Schostakowitsch, der – wie Bach – 24 Präludien und Fugen geschrieben hat und sich damit ganz eindeutig auf den berühmten Thomaskantor bezieht.

Die Frankfurter Musikpädagogin und Konzertpianistin Cornelia Neuwirth wird eine Auswahl aus Bachs „Wohltemperierten ­Klavier“ und Schostakowitschs 24 Praeludien und Fugen interpretieren.


Donnerstag, 05. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Klagen auf hohem Niveau

Werke von Bach, Monteverdi, Frescobaldi und Liszt – Ensemble Ciocca  Ba r o c c a ; Renata Grunwald, ­Sopran; Yoshi Takayanagi Chitarrone, Barock­gitarre; Christoph Seehase ­Arciliuto, Barock­gitarre; Tobias Koriath, Orgel

Im Programm „Lamenti Barocchi – Klagen auf hohem Niveau“ wird das im Frühbarock beliebte und in verschiedensten Zusammenhängen ausgearbeitete Motiv des Lamento – der Klage – vielseitig präsentiert. Das berühmte „Lamento d’Arianna“ von Monte­verdi darf natürlich nicht fehlen – aber auch viele unbekanntere Klagelieder werden angestimmt. Gründe zum Klagen gibt es ­viele – wir zeigen sie alle: von der unglücklichen Liebe über die reli­giös motivierte Trauer bis zum Verlust der kindlichen Unschuld in der Pubertät …

Klagen können uns berühren, unser Mitgefühl wecken, aber manchmal – aus gebührender Distanz – auch vergnügen! Und die musikalische Qualität der Kompositionen von Monteverdi, Frescobaldi, Strozzi, Rossi u. a. ist allemal Grund für gute Laune.

Auf der Thomasorgel spielt Tobias Koriath außerdem von Franz Liszt die Variationen über den Lamento-Bass aus der Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ von Johann Sebastian Bach. Liszt hat in diesen Variationen den Schmerz über den Verlust seiner Tochter in Klang verwandelt – und damit gleichzeitig eine große Hommage an Johann Sebastian Bach geschrieben.


Donnerstag, 21. September 2017, 19:30 Uhr

„… auf dem Weg ins Rokoko“

Musik u. a. von Bach und Telemann – Kerstin Fahr, Blockflöte; Carmenio Ferrulli, ­Orgel

Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann waren gut befreundet. Wie eng ihre Beziehung war, belegt nicht zuletzt die Tatsache, dass der zu dieser Zeit bereits in Frankfurt wirkende Telemann 1714 bei der Taufe von Bachs Sohn Carl Philipp ­Emanuel Pate stand.

Telemann war neben Bach einer der angesehensten Komponisten der Barockzeit, der ein umfangreiches Werk in allen zu seiner Zeit üblichen Gattungen hinterließ. Sein Stil orientierte sich am barocken Kontrapunkt, prägte aber zugleich eine galante vorklassische Schreibart: der musikalische Weg vom Barock ins Rokoko.


Donnerstag, 07. September 2017, 19:30 Uhr

Sonatenkunst

Werke von Bach, Mendelssohn, Rheinberger und Reger – Tobias Koriath, Orgel

Die Melodien der protestantischen Choräle inspirierten auch einen der größten Bach-Verehrer, Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit Mendelssohns „Sechs Sonaten für die Orgel“ op. 65 beginnt eine neue Epoche der Orgelmusik. Ihre Vorbildfunktion haben sie fast über ein Jahrhundert bewahrt, fortwirkend über Josef G. Rheinberger und Max Reger bis zu Paul Hindemith.

Neben Werken von Bach spielt Tobias Koriath die Sonaten Nr. 1 & 6 aus op. 65 von Felix Mendelssohn Bartholdy.


Donnerstag, 24. August 2017, 19:30 Uhr

Ali Modo – Variationswerke aus dem Barock

Musik von Buxtehude, Bach und Walther – Tobias Koriath, Orgel

Besonders typisch für die nord- und mitteldeutsche Orgelmusik der Barockzeit ist das große Gewicht des protestantischen, also deutschsprachigen Chorals. Die populären Choräle dienten den Komponisten als Grundlage für Bearbeitungen als Vorspiele, Fantasien oder Variationswerken.

Neben Variationswerken von Bach erklingen auch Werke von Bachs großem Vorbild Dieterich Buxtehude und die sehr beliebte Partita über „Jesu, meine Freude“ von Johann Gottfried Walther. Während Bachs Zeit am Weimarer Hof waren Bach und Walther befreundet. Mit umfassendem musikalischem Wissen verfasste Walther in Weimar das erste enzyklopädische Musiklexikon überhaupt.


Eine besondere Bachstunde für die Zukunft der Thomasorgel

Donnerstag, 1. Juni 2017, 19:30 Uhr

Kazuki Tomita spielt Bach und Pepping – Der Bachpreisträger 2016 zu Gast in St.Thomas

KazukiTomitaAm 1. Juni 2017 begrüßen wir in der Neuen Frankfurter Bachstunde Kazuki Tomita (*1989), der im vergangenen Jahr den 1. Preis sowie den Publikumspreis im Orgelspiel beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig gewonnen hat. Der Wettbewerb ist einer der renommiertesten weltweit und wird alle vier Jahre für junge Interpreten in verschiedenen Kategorien ausgetragen. Kazuki Tomita wird in St.Thomas Orgelwerke von Johann Sebastian Bach und Ernst Pepping spielen.

Ernst Pepping (1901–1981) gilt als einer der wichtigsten protestantischen Kirchenmusiker im 20. Jahrhundert. Allerdings gelangt seine Orgel- und Chormusik heutzutage seltener zur Aufführung. Die Thomasorgel kommt aufgrund ihrer Klanggestaltung den Orgelwerken von Pepping und anderen sogenannten „neo-barocken“ Komponisten sehr entgegen. Sie entspricht derzeit klanglich dem Zeitgeschmack um 1950. In den kommenden Jahren soll die Thomasorgel neu gestaltet (reorganisiert) werden. Die demnächst sowieso fällige Generalreinigung ist eine große Chance, das Instrument zugleich weiter zu entwickeln und den heutigen und zukünftigen musikalischen Bedürfnissen anzupassen.

Im Rahmen dieser Bachstunde, die mit der Auswahl der Komponisten Bach und Pepping die Möglichkeiten der heutigen Thomasorgel ausnutzt, soll zugleich die Vision für die künftige Gestaltung der neuen Thomasorgel der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Auch hier ist der Eintritt frei; um eine Spende zum Start der Fundraising-Aktion „Neue Thomasorgel“ wird gebeten


Donnerstag, 6. April 2017, 19:30 Uhr

PASSION

Orgelmusik von Johann Sebastian Bach

Im Zentrum des Programms stehen die sieben Passionschoräle aus dem „Orgelbüchlein“. Bach komponierte diese Sammlung in seiner Weimarer Zeit. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern bedient er sich nicht mehr einfach nur barocker Floskeln, sondern findet für jeden Choral jeweils dem Text entsprechend eine charakteristische Tonfolge, die die Textaussage zum Ausdruck bringt und unterstreicht.

Tobias Koriath, Orgel


Donnerstag, 23. März 2017, 19:30 Uhr

BACH ON HARP

Meditative Harfenklänge zum Träumen und Genießen

Aus dem Gesamtwerk Bachs hat die Harfenistin Anne-Sophie Bertrand Stücke eigens für ihr Instrument, die Harfe, arrangiert. Mit eingängigen Stücken wie Jesu bleibet meine Freude, Herzlich tut mir verlangen oder seinen bekannten Lautensuiten entsteht in weiten Klängen und ruhigen Rhythmen eine ganz eigene friedvolle Welt.

Anne-Sophie Bertrand wurde in Paris geboren und begann im Alter von sechs Jahren das Harfenspiel. Sie studierte an der Royal Academy of Music in London und am Königlichen Konservatorium in Brüssel. Heute ist sie Solo-Harfenistin des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt.

Anne-Sophie Bertrand, Harfe


Donnerstag, 9. März 2017, 19:30 Uhr

Fastenbruch und Freiheit – E. Rushton: Kantate „Geist und Wurst“

Pslamen und eine Kantate zum Reformationsjubiläum auf einen Text von Ulrich Knellwolf

Am Abend des ersten Fastensonntags im Jahre 1522 aß der Zürcher Buchdrucker Christoph Froschauer mit seinen Mitarbeitern und einigen Freunden in seiner Wohnung feierlich Wurst im Sinne eines bewussten, provozierenden Bruchs der geltenden Fastengebote. ierzehn Tage später rechtfertigte Leutpriester Ulrich Zwingli dieses Wurstessen als legitime Wahrnehmung der christlichen Freiheit in seiner Predigt „Von Erkiesen und Fryheit der Spysen“. Das Zürcher Wurstessen und Zwinglis Predigt über die freie Wahl der Speisen sind wichtige Bausteine für den Anfang der Zürcher Reformation.

Zum Reformationsjubiläum komponierte der Brite Edward Rushton eine Kantate auf einen Text des Theologen und Krimi-Autors Ulrich Knellwolf über das Zürcher Wurstessen. In seinem für diese Kantate verfassten Text „Geist und Wurst“ beleuchtet Ulrich Knellwolf das Wurstessen aus historischer und theologischer Perspektive.

Neben der neuen Kantate von Edward Rushton sind in diesem Programm Psalmvertonungen aus dem frühen 17. und späten 20. Jahrhundert sowie zwei Arien von J.S. Bach, welche für die Passionszeit komponiert wurden, zu hören.

Ulrike Andersen, Alt
Harry White, Altsaxophon
Edward Rushton, Klavier


Donnerstag, 23. Februar 2017, 19:30 Uhr

Fantastereien – quer durch die Jahrhunderte

Werke von Buxtehude, Bach, Liszt u. a.

Tobias Koriath, Orgel

Die „Fantasie“ ist ein Stück, das keine feste Form aufweist, anders als z.B. die klassische Sonate. Durch die Jahrhunderte begegnen wir dieser freien Form besonders in der Musik für Tasteninstrumente. Vor allem die „Choralfantasie“ ist bei Komponisten des Barock beliebt. Johann Sebastian Bach ist sicherlich der bekannteste Vertreter dieser Form aus der Barockzeit.


Donnerstag, 9. Februar 2017, 19:30 Uhr

Barock á tre

Werke von Bach, Händel, Telemann und Corelli

Irene Mennen-Berg, Blockflöte
Hans-Joachim Berg, Barockvioline
Frank Holzapfel, Cembalo

Eine besondere musikalische Gattung der Barockzeit ist die Triosonate, welche in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aufkam. Obwohl sie in der Besetzung wesentlich freier war als das spätere Streichquartett, schien sie doch eine ähnliche Funktion zu erfüllen: als kompositorischer Fähigkeitsbeweis im strengen Stil. Es ist sehr auffällig, dass viele Komponisten, überwiegend italienische, Triosonatensammlungen sehr früh in ihrer Karriere veröffentlichten: Legrenzi, Corelli, Albinoni, Vivaldi, Caldara und viele mehr. Die Triosonate blieb bis in CPE Bachs Zeiten aktuell. Die Werke Händels, Bachs und Corellis aus dieser Gattung sind weithin bekannt. Einen schier unerschöpflichen Fundus dafür stellt auch Telemanns Kammermusik dar.


 

Donnerstag, 26. Januar 2017, 19:30 Uhr

Mit Musik Brücken bauen

Bach trifft auf klassische persische Musik

Ensemble Hope (Projekt Bridges – Musik verbindet)
Tobias Koriath, Orgel

Das afghanisch-iranisch-deutsche Ensemble Hope stellt klassische persische Musik der Musik von Bach – gespielt auf Flöte und Orgel – gegenüber. Daneben wird das Ensemble Werke von Bach neu interpretieren und dabei persische Einflüsse von ­Robab, Tar und Tabla einbringen. Gemeinsam mit Organist Tobias ­Koriath wird das Ensemble Hope über Themen von Bach improvisieren und eine Verbindung zwischen westlicher und orientalischer Musik herstellen.
Das Ensemble Hope geht aus dem Projekt „Bridges – Musik verbindet“ hervor. Bei „Bridges – Musik verbindet“ wirken
70 Musiker aus neun verschiedenen Ländern mit, von denen ca. die Hälfte aus ihrer Heimat fliehen musste.


Donnerstag, 12. Januar 2017, 19:30 Uhr

Junge Talente

Preisträger „Jugend musiziert“ gestalten eine Bachstunde

Cord Koss, Violine
Karl Werner, Violoncello
Lukas Katter, Orgel

Junge Talente eröffnen den Bachstunden-Zyklus 2017. Die drei Musiker präsentieren unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach sowie Kompositionen, die sie mit großem Erfolg bei „Jugend musiziert“ gespielt haben.
Sowohl auf Landes- und Bundesebene erspielten sie sich die ersten Plätze.


Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19:30 Uhr 

Chanukka trifft Weihnachten

Musik aus Judentum und Christentum im Dialog

Nikola David, Kantor der liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom, ­München
Bettina Strübel, evangelische ­Kantorin, Frankfurt

Weihnachten und Chanukka verbindet die Freude über das Licht in dunkler Jahreszeit. Beide Feste beginnen an einem 25., dem 25. Dezember bzw. dem 25. Tag des jüdischen Monats Kislew, der in diesem Jahr auch auf den 25. Dezember fällt. Auch gibt es bei allen Unterschieden weitere Gemeinsamkeiten: Kerzen bringen Licht in die dunkle Jahreszeit; was den Christen der Adventskranz, ist den Juden der Chanukka-Leuchter mit seinen neun Lichtern. Das jüdische Lichterfest geht zurück auf die Einweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor Christus. Der Tempelleuchter brannte damals acht Tage, obwohl das verbliebene Öl nur für einen Tag gereicht hätte.
Auch musikalisch gibt es vielfältige Brücken zwischen Chanukka und Weihnachten, beispielsweise durch gemeinsame Melodien populärer Lieder in beiden Religionen. So treffen im Konzertprogramm beide Feste mit ihren Riten und ihrer Musik aufeinander. Das Konzert wird mit dem berühmtesten Weihnachtslied aller Zeiten, komponiert von einem jüdischen Kantorensohn, ausklingen.


Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19:30 Uhr 

Pastoralmusik für Orgel

Pastoralmusik (Hirtenmusik) aus dem 17. und 18. Jahrhundert

Tobias Koriath, Orgel

Eine recht häufige Gattung in der Barockzeit ist die Pastorale. Sie hat ihren Ursprung im weihnachtlichen Brauch italienischer Hirten, die zur Weihnachtszeit in Rom vor Madonnenbildern musizierten.
Bachs weihnachtliche Hirtenmusik (Pastorella BWV 590) für Orgel, orientiert sich stilistisch an den Vorbildern aus Italien. Und auch in der Zeit nach dem Barock finden sich viele Kompositionen im pastoralen Stil, von denen Kantor Tobias Koriath einige vorstellen wird.


Donnerstag, 17. November 2016, 19:30 Uhr 

Bach, Marimba und mehr!

J.S.Bach, Anna Ignatowicz, D. Scarlatti, Hans Kraus-Hübner

Prof. Radoslaw Szarek, ­Percussion

Eine sehr ungewöhnliche, aber auch sehr spannende Kombination:
Die Werke von Johann Sebastian Bach haben ihren festen Platz in der Marimba-Literatur gefunden. Sie stellen eine Herausforderung für jeden Spieler dar, der auf neue Art und Weise die Musik interpretieren muss, aber trotzdem dem Geist der Barockmusik treu bleiben will. Das Programm dieser Bachstunde reicht von der Barockzeit bis zur zeitgenössischen Musik.
Radoslaw Szarek (*1983) ist ein Musiker, der durch ungebremste Spiellaune und Virtuosität sein Publikum begeistert. Darin steckt hohes Ansteckungspotential, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Während seines Schlagzeugstudiums war der polnische Musiker Preisträger internationaler Wettbewerbe, z.B. des „Drums Open Competition“ in Fermo/Italien, des Mozartwettbewerbs in Nürnberg, des Krzysztof Penderecki Wettbewerbs für zeitgenössische Musik in Krakau, und vielen anderen. Seit 2013 ist er Professor an der Musikhochschule Nürnberg.


Donnerstag, 3. November 2016, 19:30 Uhr 

De Profundis – Aus der Tiefe

Werke von Johann Sebastian Bach, Giacinto Scelsi, Martin Wistinghausen u.a.

Martin  Wistinghausen, Bass; Tobias Koriath, Orgel

Die Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts haben die tiefste Gesangstimme vielleicht etwas „stiefmütterlicher“ behandelt als die höheren Tonlagen. Dennoch existieren reizvolle Werke für Bassstimme solo. Für die Bachstunde, die der Düsseldorfer Komponist und Sänger Martin Wistinghausen gemeinsam mit Tobias Koriath an der Orgel gestaltet, hat er einige dieser Stücke ausgewählt, die mit Werken des 17. und 18. Jahrhunderts in einen spannungsvollen Dialog treten.
Im Mittelpunkt der Bachstunde steht der 130. Psalm „De Profundis – Aus der Tiefe rufe ich zu dir“: Zu Beginn und am Ende des Abends in gregorianischer einstimmiger Gestalt, in den Orgelwerken aus der Barockzeit in Form einer kompositorischen Auseinandersetzung mit dem Choral. Gabriel Mălăncioiu (*1979) hat den lateinischen Text neu vertont, Martin Wistinghausens eigene Komposition bezieht sich auf den wortgewaltigen „De Profundis“-Text des expressionistischen Dichters Georg Trakl.
Der Düsseldorfer Komponist und Sänger Martin Wistinghausen konzertiert regelmäßig mit namenhaften Ensembles und erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge. Seine Werke waren bei Festivals und im Rundfunk zu hören und wurden von renommierten Ensembles wie dem „Österreichischen Ensemble für Neue Musik“, den „Neuen Vocalsolisten“, dem „Gémeaux Quartett“ und dem „Ensemble Auditivvokal Dresden“ interpretiert.


Donnerstag, 6. Oktober 2016, 19:30 Uhr 

BACH: INCERTA

Orgelwerke zweifelhafter Echtheit

Tobias Koriath, Orgel

Viele Orgelwerke, die Johann Sebastian Bach gern zugeschrieben werden, lassen sich aufgrund der mangelhaften Quellenlage nicht ohne weiteres ihm als Komponisten zuordnen. Manche Zuschreibung könnte auch bewusst erfolgt sein, um den Wert der Komposition zu steigern. Und manches ist zwar von zweifelhafter Echtheit, aber keineswegs von zweifelhafter Qualität. Eine kleine Auswahl aus diesem „Randbereich“ Bach’scher Musik ist hier zu hören.


Donnerstag, 22.  September 2016, 19:30 Uhr 

Johann Sebastian Bach trifft Violeta Dinescu

Sabine Ambos, Blockflöten

Eine imaginäre Begegnung zwischen Johann Sebastian Bach und der 1953 geborenen Komponistin Violeta Dinescu kann man in dieser Bachstunde erleben.
Im Zentrum steht die  Bach‘sche Partita a-moll für Flöte. Ihr gegenübergestellt wird Musik der aus Bukarest stammenden und heute in Oldenburg als Professorin lehrenden Violeta Dinescu: Stücke aus ihren 2011 komponierten „Märchen“ in einer Version für Blockflöte solo und die „7 Rosen“ für Flöte oder Instrumentalstimme aus dem Jahr 2012.
Als Instrumente der Blockflötenfamilie sind in dem Solorecital neben Sopran- und Altblockflöte auch Tenor- und Bassblockflöte sowie der Nachbau einer historischen Voiceflute zu hören, ein Format zwischen Alt- und Tenorflöte.


Donnerstag, 25. August 2016, 19:30 Uhr 

Befreundete Komponisten

Ein Konzert mit Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann für Violine und Cembalo

Cornelia Scholz, Violine und Brigitte Hertel, Cembalo

Bach und Telemann waren befreundet und schätzen einander, Bach führte Telemanns Werke in seiner Zeit als Thomaskantor in Leipzig mehrfach auf.
Das Programm kombiniert also „in aller Freundschaft“ zwei ­Violinsonaten Bachs, die Sonate e-Moll BWV 1023 und die große Sonate G-Dur BWV 1019 mit der „Methodischen Sonate“ in e-Moll von Georg Philipp Telemann. Telemann genoss zu ­Lebzeiten europaweit große Beliebtheit, da er es schaffte, mit ­seinen Kompositionen den Stilwandel vom Barock hin zum empfind­samen und galanten Stil der frühen Klassik, der um 1720 eintrat, maßgeblich zu beeinflussen. Und Telemanns Patensohn Carl Philipp Emanuel Bach schrieb über die Violinsonaten seines ­Vaters, dass auch sie noch „modern“ seien („Sie klingen noch jetzt sehr gut, und machen mir viel Vergnügen, ohngeacht sie über 50 Jahre alt sind sind.“). Mit der Frühfassung der Toccata D-Dur für Cembalo BWV 912a wird jedoch deutlich, dass ­Johann Sebastian Bach sich meisterhaft in der Tradition des nord­deutschen Toccatenstils bewegt, Telemann dagegen in seinen Fantasien für Cembalo reizvolle Galanterien hinterließ.


14. April 2016  19:30 Uhr

J. S. Bach, I. Moscheles und M. Reger

Johannes Kasper, Violoncello und  Tobias Koriath, Orgel

Anlässlich des Reger-Jahres 2016 laden wir Sie zu einer musikalischen Entdeckungsreise mit Musik von Johann Sebastian Bach und Max Reger ein.
Die Cello-Suiten von Bach und Reger sind die schönsten und schwierigsten Werke, die für Violoncello komponiert wurden.

Der Cellist Johannes Kasper ist wieder zu Gast bei den Neuen Frankfurter Bachstunden und wird einige Sätze aus den Suiten vorstellen.
Ignaz Moscheles (1794–1870) war ein guter Freund von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Seine „Fünf melodisch-contrapunktischen Studien“ für Violoncello und Klavier über Praeludien aus Bachs Wohltemperiertem Klavier empfahl er auch für die Besetzung Violoncello und Orgel. In Anbetracht der wenigen originalen Werke für Cello und Orgel ist dieses Werk eine interessante Entdeckung.


10. März 2016, 19:30 Uhr

Orgelmeditationen zur Markus-Passion

Tobias Koriath, Orgel

Mit Orgelmusik zur Passionszeit stimmt diese Bachstunde auf das Konzert der Thomaskantorei am Karfreitag 2016 ein. Tobias Koriath spielt Werke des Leipziger Komponisten Volker Bräutigam, der die  Markus-Passion von Bach mit seiner „Evangelienmusik“ 1981 vervollständigte, sowie fünf Orgelmeditationen zur Markus-Passion von Lothar Graap, dessen Kompositionsstil unter anderem wesentlich von Paul Hindemith beeinflusst worden ist.


25. Februar 2016, 19:30 Uhr

Erinnerungen an einen Bach-Verehrer

Orgelwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy

Tobias Koriath, Orgel

Thematischer Ausgangspunkt für diese Bachstunde ist das Orgelkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy, welches er 1840 zugunsten der Errichtung eines Bachdenkmals in der Leipziger Thomaskirche gab.

Die Improvisation über „O Haupt voll Blut und Wunden“, die Mendelssohn am Ende des Konzertes spielte, ist fragmentarisch überliefert und wurde von R. Lutz im Geiste Mendelssohnscher Musik vervollständigt. Kantor Tobias Koriath wird dieses Werk und weitere Orgelmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy spielen.


11. Februar 2016, 19:30 Uhr

Kontrastprogramm

Bach in hölzerner Zweisamkeit mit Bozza, Atwell, C.Ph.E.,  Humperdinck u.a.

Theresa Fritsche, Klarinette
Maximilian ­Braisch, Fagott

Außergewöhnliche Besetzungen und interessante Programmgestaltungen zeichnen die Neuen Frankfurter Bachstunden aus. Die beiden Künstler Theresa Fritsche und Maximilian Braisch interpretieren in der reizvollen Besetzung Klarinette und ­Fagott Werke von Bach und einige Werke von Komponisten, die sehr selten zu hören sind.

In der Zeit um 1750 war die Klarinette technisch noch nicht soweit entwickelt, dass bedeutende Komponisten für dieses Instrument komponieren konnten. Es sind aber schon Klarinettenstimmen von Händel und auch von Ch. Ph. E. Bach überliefert.


28. Januar 2016, 19:30 Uhr

Johann Sebastian Bach und seine musikalischen ­Vorbilder
G. Böhm, D. Buxtehude und V. Lübeck

Tobias Koriath, Orgel

Bach war von dem Stil der sogenannten norddeutschen ­Orgelschule ungeheuer fasziniert. Bekannt ist, dass er von Arnstadt aus nach Lübeck ging, um den Altmeister dieses Stiles, den Lübecker Marienorganisten Dietrich Buxtehude, kennen zu lernen. Dies war ihm so wichtig, dass er den ­Urlaub, den ihm der Arnstädter Magistrat gewährt hatte, um drei Monate überzog: Hier taten sich dem jungen Komponisten ganz neue Klangwelten auf. Bach entwickelte diesen Kompositionsstil, den er bei Buxtehude, Bruhns und Lübeck vorgebildet fand, konsequent weiter.


14. Januar 2016, 19:30 Uhr

Die 50. Neue Frankfurter Bachstunde!

Aus den Leipziger Chorälen:

Fantasia super „Komm, Heiliger Geist“ BWV 651
„Schmücke dich, o liebe Seele“ BWV 654
„O Lamm Gottes unschuldig“ BWV 656
„Allein Gott in der Höh sei Ehr“ BWV 663
Toccata und Fuge F-Dur BWV 540
Triosonate Nr. 5 C-Dur
Praeludium und Fuge e-Moll BWV 548

Zur 50. Neuen Frankfurter Bachstunde wird einer der führenden Bach-Interpreten unserer Zeit zu Gast in St. Thomas sein.
Prof. Gerhard Weinberger erhielt für seine Gesamteinspielung der Bach’schen Orgelwerke an historischen Orgeln der Bachzeit in 2009 den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste Salzburg und des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft Leipzig.
In diesem Konzert erleben Sie seine Auswahl aus Bachs bester Orgelmusik.


31. Dezember 2015, 18:00 Uhr

Bach goes Gottesdienst

Altjahresabschlussgottesdienst mit Orgelmusik von Johann Sebastian Bach

Die letzte Bachstunde 2015 findet im Rahmen des Altjahresabschlussgottesdienstes statt. Johann Sebastian Bach hat große Orgelwerke zu einzelnen Teilen der Liturgie komponiert, die Kantor Tobias Koriath innerhalb der Liturgie spielen wird.

Anja Harzke hält die Liedpredigt über das Neujahrslied „Nun lasst uns gehen und treten“ von Paul Gerhardt.


17. Dezember 2015, 19:30 Uhr

Magnificat für Orgel

Werke von Bach und Rheinberger u.a.

Tobias Koriath, Orgel

Neben vokalen Vertonungen des Magnificat (Lobgesang der Maria) gibt es zahlreiche Kompositionen für Orgel vornehmlich aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die den cantus firmus des Magnificat in den verschiedenen Kirchentönen als Basis verwenden.

Der Tonus peregrinus, der als Psalmton gemeinhin mit dem Magnificat assoziiert wird, wurde mit einem verdeutschten Text („Meine Seel erhebt den Herren“) unterlegt und gehört in dieser Form zu den bekanntesten evangelischen Chorälen. Dieser wurde einer Vielzahl von Fugen zugrundegelegt, so auch von Johann Sebastian Bach.

Ein bekanntes romantisches Orgelwerk, das ebenfalls den Tonus peregrinus zitiert, ist die Orgelsonate Nr. 4 a-Moll op 98 von Joseph Gabriel Rheinberger.


3. Dezember 2015, 19:30 Uhr

Apparatus 2-1-3-8

Werke von J.S.Bach, D.Buxtehude und G.Muffat

Orgel Michael Buschmann

Der Organist Michael Buschmann, Organist an der Ahrend-Orgel in der Frankfurter Kirche Cantate Domino, wird in seinem Programm neben Werken von J. S. Bach auch Kompositionen weiterer barocker Orgelmeister vorstellen.

Georg Muffat (1653 – 1704) gilt als einer der größten süddeutschen, Dietrich Buxtehude (1637 – 1707) als einer der berühmtesten norddeutschen Orgelmeister ihrer Zeit.
Georg Muffat war außerdem einer der wenigen Komponisten, denen sowohl der italienische als auch der französische Kompositionsstil bestens vertraut war.


19. November 2015 19:30 Uhr

Das Leben der Fanny-Mendelssohn in Etüden und Intermezzi

Christoph Soldan, Klavier und Lesung

Als „Vorkonzert“ zur großen Aufführung des Oratoriums „Bilder der Bibel“ von Fanny Mendelssohn durch die Thomaskantorei Frankfurt am Ewigkeitssonntag 2015 steht das Leben und die Musik der Komponistin Fanny-Mendelssohn, der Schwester des großen Felix Mendelssohn, im Zentrum dieser Bachstunde. Zum sechsunddreißigsten Geburtstag ihres Vaters am 10. Dezember 1818 trägt die dreizehnjährige Fanny die vierundzwanzig Präludien des »Wohltemperierten Klaviers« von Johann Sebastian Bach auswendig vor.

Der Pianist Christoph Soldan spielt unter anderem aus dem Zyklus „Das Jahr“ und führt mit Lesungen in die bewegende Lebensgeschichte von Fanny Hensel-Mendelssohn ein.


5. November 2015 19:30 Uhr

Tongemälde für Orgel

Orgelmusik von Justin Heinrich Knecht und Johann Sebastian Bach

Tobias Koriath, Orgel

Eines der ersten Werke der Programmmusik „Die Auferstehung Jesu“ ein Tongemälde für Orgel von Justin Heinrich Knecht (1752-1817) steht im Mittelpunkt dieser Bachstunde. Und Johann Sebastian Bach malt mit Tönen große eindrucksvolle Klangbilder, die immer wieder beeindrucken und begeistern.


8. Oktober 2015 19:30 Uhr

Bach goes Bossa

Franziska Erdmann, Sopran
Nicole Mey, Gitarre & Theorbe
Barockmusik und südamerikanische Bossa-Nova-Klänge

V O C A M A N O ist die Symbiose von V O C A, der farbenreichen Sopranstimme Franziska Erdmanns, und M A N O, der „Hand“, die das ausdrucksvolle Instrumentalspiel Nicole Meys an Gitarre und Theorbe symbolisiert.

Die beiden jungen Thüringer Künstlerinnen absolvierten ihr Musikstudium in Weimar und Saarbrücken und konnten bereits vielfältige musikalische Erfahrungen im In- und Ausland sammeln, sowohl als Solistinnen wie auch in verschiedenen Kammermusikbesetzungen. Seit Ende 2012 verzaubern sie das Publikum gemeinsam als Duo V O C A M A N O mit virtuosem Zusammenspiel und einer facettenreichen Interpretation unterschiedlichster Werke.

„B a c h g o e s B o s s a“, das aktuelle Programm von V O C A M A N O, spannt den Bogen von Barockmusik über „Alte Lieder der Britischen Insel im neuen Gewand“ zu swingenden südamerikanischen Bossa-Nova-Klängen. Dabei kommen außergewöhnlicher Farbenreichtum und Wendigkeit der Stimme Franziska Erdmanns perfekt zur Geltung, immer ganz im Stil der jeweiligen Musik.

Ein Programm, in welchem die „Klassik“ ihre gewohnten Pfade verlässt!


24. September 2015, 19:30 Uhr

Lieder aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach

Johanna Krell, Mezzosopran
Tobias Koriath, Orgel

Das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach ist ein Klassiker der Musikgeschichte und zählt zu den Standartwerken im Klavierunterricht. Das Notenbüchlein ist keineswegs ein reines Übungsheft, sondern enthält auch einige wunderbare Lieder, die im Mittelpunkt dieser Bachstunde stehen.
Interpretiert werden die Lieder von der Mezzosopranistin Johanna Krell.
Johann Krell ist u.a. Mitglied der Gächinger Kantorei Stuttgart. Darüber hinaus ist Johanna Krell Mitglied des Extra-Chores der Oper Frankfurt. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet sie als Gesangspädagogin und Stimmbildnerin u.a. beim Bachchor der Ev. Erlösergemeinde Bad Homburg.


10. September 2015, 19:30 Uhr

Bach auf Glas

Martin Hilmer, Glasmusik
Tobias Koriath, Orgel

Der Glasmusiker Martin Hilmer ist bei der ersten Bachstunde nach den Sommerferien zu Gast in St. Thomas. Er konzertiert seit 1996 als Glasmusiker und spielte als Mitglied des Ensembles Sinfonia di Vetro unter anderem in der Münchner Biennale, in Rundfunk und Fernsehen und im Kammermusikabend der Dresdner Oper. Als Instrumentenbauer ist er auch beteiligt an der Entstehung seiner Instrumente.
Zusammen mit Tobias Koriath an der Orgel werden klassische Werke von der Barockzeit bis zur Romantik zu hören sein. Martin Hilmer wird auch seine Glasinstrumente vorstellen, und einen Einblick in die Geschichte der Glasmusik geben.

www.glasmusik.com


30. Juli 2015, 19:30 Uhr

Italienisches Konzert BWV 971

Tobias Koriath, Orgel

Mittelpunkt dieser Bachstunde ist eine Bearbeitung des berühmten Italienischen Konzertes von Johann Sebastian Bach für die Orgel.

In seinem Concerto nach italienischem Gusto verwendete Bach italienische Modelle, die er vollkommen eigenstilistisch für die Ausführung auf einem Tasteninstrument bearbeitete. Die ganze Komposition spielt mit der Illusion, sie sei ein Klavierauszug eines echten Orchesterwerkes in Concerto-Grosso-Manier.


16. Juli 2015, 19:30 Uhr

J.S.Bach: „Jesu, meine Freude“

capella epiphania, Leitung Michael Riedel

Die Motette „Jesu, meine Freude“ gehört zu den abwechslungsreichsten und ausdrucksstärksten der sechs Motetten von Johann Sebastian Bach. Ihr Grundgerüst bildet das Kirchenlied „Jesu, meine Freude“ von Johann Franck.

Eine Motette ist eine vokale Programmmusik auf engsten Raum, im Barock reich an musikalisch-rhetorischen Figuren. Aber dem heutigen Hörer erschließen sich die textausdeutenden Momente sehr gut auch ohne die Kenntnis der barocken Figurenlehre.

Der theologische Referent für Religionspädagogik am Bibelhaus Erlebnis-Museum Frankfurt, Veit Dinkelaker, wird einen Einblick in das theologische Verständnis der Texte und Bachs Ausdeutung geben.

Unter der Leitung von Kantor Michael Riedel, Petersgemeinde Frankfurt, singt der Kammerchor capella epiphania.


2. Juli 2015, 19:30 Uhr

Bachs Vorgänger

Orgelmusik von Johann Georg Kuhnau

Tobias Koriath, Orgel

Ab 1701 bis zu seinem Tode war Johann Georg Kuhnau Thomaskantor als Nachfolger von Johann Schelle und unmittelbarer Vorgänger von Johann Sebastian Bach. Besonders bekannt wurde Kuhnau durch seine Werke für Tasteninstrumente. Tobias Koriath wird neben Orgelwerken von Johann Sebastian Bach eine Auswahl aus dem reichhaltigen Werk von Johann Georg Kuhnau vorstellen.


18. Juni 2015 | 19:30 Uhr

Flauti dolci – mit drei Blockflöten durch vier Jahrhunderte

Judith Emmel, Ulrike Morlang und Monika Vetter: Blockflöten

Musik aus Renaissance, Barock, Klassik und Moderne stehen auf dem Programm. Besonders in der Literatur des Barocks tritt die sehr anspruchsvolle Seite des Blockflötenspiels hervor. Neben zwei Bearbeitungen der Musik Bachs für diese außergewöhnliche Besetzung werden auch unbekannte Werke wie z.B. die afrikanische Suite Nr. 2 von Sören Sieg (*1966, freier Schriftsteller und Komponist) zu hören sein.


4. Juni 2015, 19:30 Uhr

Erlopeas Posaunenquartett

Werke von Meistern des deutschen und italienischen Barock

Vier junge Musiker gründeten das Posaunenquartett „Erlopeas Quartett“ während ihres Studiums an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Das verbindende Element war von Anfang an die historische Interpretation von Barockmusik. Durch ihre intensive Arbeit mit Lorenzo Ghirlanda, Spezialist für historische Aufführungspraxis, wurde der Grundstein für ihre Musizierpraxis gelegt. Neben Artikulation und Phrasierung wird vor allem durch das Spielen auf Nachbauten der historischen Instrumente ein selten gehörter, sehr individueller Klang erzeugt. Diesen konnten sie bereits in vielen Auftritten präsentieren, so waren sie u.a. zur Eröffnung der Bachkonzerte in der Alten Oper Frankfurt zu hören.


21. Mai 2015, 19:30 Uhr

Die wohltemperierte Orgel

Praeludien und Fugen von Heinrich Wilhelm Stolze (1801-1868)
Tobias Koriath, Orgel

Das „Wohltemperierte Klavier“ ist in aller Munde und auf jedem Notenpult zu finden. Wer aber kennt das Gegenstück? Der Celler Hoforganist Heinrich Wilhelm Stolze wagte sich im Jahre 1862 an dieses Mammutunternehmen und schuf eine Sammlung, mit der ihm eine Synthese aus Kontrapunktik mit Rückgriff auf Bach’sche Themenelemente und frühromantischer Klanglichkeit gelang. Tobias Koriath wird eine Auswahl von Praeludien und Fugen aus Stolzes Zyklus vorstellen.